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Bewegung in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft ist Bewegung wichtig, um den Körper gesund und fit zu halten. Im Thema des Monats lesen Sie, welche Sportarten in dieser besonderen Zeit gut geeignet sind.

Mit der Schwangerschaft beginnt eine aufregende Zeit: Der Körper verändert sich und passt sich der neuen Rolle als Mutter an. Wichtig ist es, in dieser Zeit besonders auf seinen Körper zu achten, um dem heranwachsenden Baby einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Sanfter Sport bietet dabei eine gute Möglichkeit, den Körper gesund und fit zu halten und diesen auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten.  Gerade bei Schwangeren ist der individuelle Gesundheitszustand sehr verschieden und muss bei sportlichen Aktivitäten berücksichtigt werden. So sollte die werdende Mutter im Vorfeld immer mit ihrem Gynäkologen/ ihrer Gynäkologin besprechen, was für sie selbst als Sport gut geeignet ist. In diesem Monat stellen wir Ihnen einige Sportarten vor, die in der Schwangerschaft eine gute Möglichkeit der Bewegung darstellen. 

Walken

Walken in moderatem Tempo ist eine Sportart, die sich sehr gut für werdende Mütter eignet: Man bewegt sich an der frischen Luft, das Herz- und Kreislaufsystem wird trainiert und Ungeübte können die Geschwindigkeit gut an die eigene Kondition anpassen.

Gerade gegen Ende der Schwangerschaft wird der Gang oft unsicherer – aus Angst vor Stürzen oder weil die eigenen Füße durch den gewachsenen Bauch nicht mehr so gut sichtbar sind. Hier können Nordic Walking Stöcke hilfreich sein. Neben dem besseren Halt sorgen diese dafür, dass die unterschiedlichsten Muskelpartien gleichermaßen angesprochen werden. Die Technik für richtiges Walken mit den Stöcken sollte man sich beim Kauf oder noch besser in einem Kurs zeigen lassen. Auch wenn die Stöcke einen besseren Halt bieten, sollte man in der Schwangerschaft unsicheres Gelände vermeiden.

Yoga

Yoga trainiert alle wichtigen Muskeln und enthält Atem- und Entspannungsübungen, die eine gute Vorbereitung auf die spätere Geburt bieten. Auch Frauen, die zuvor wenig Sport gemacht haben, können in der Schwangerschaft gut in diesen Sport einsteigen.

Viele Städte bieten inzwischen eigene Yogakurse für Schwangere an, die auf die Bedürfnisse der werdenden Mütter abgestimmt sind. Denn auch beim Yoga gibt es Punkte, die beim Training beachtet werden sollten: Positionen in Bauchlage oder Umkehrhaltungen sollten gerade ab der zweiten Schwangerschaftshälfte vermieden werden. Statt, wie bei bestimmten Übungen vorgesehen, die Luft anzuhalten, sollten Schwangere den Atem ruhig weiter fließen lassen.

Schwimmen

Schwimmen ist eine sanfte Sportart, die sich auch besonders gut für Schwangere im letzten Trimester eignet. Der Auftrieb im Wasser reduziert die Belastung auf Wirbelsäule und Gelenke und bietet ein rückenfreundliches Konditionstraining mit einem eher geringen Verletzungsrisiko. Nicht nur für sichere Schwimmer ist die Bewegung im Wasser zu empfehlen. Auch Gymnastik im Nichtschwimmerbecken bietet ein gutes Training mit vielen Vorteilen. Viele Schwimmbäder bieten Wassergymnastikkurse für Schwangere an, die hier die richtige Anleitung und zudem Kontakt zu anderen Schwangeren bekommen können.

Whirlpools hingegen sollten während der Schwangerschaft besser gemieden werden, da durch die Wärme des Wassers eine hohe Gefahr ausgehend von Bakterien und Pilzen besteht.

Fahrradfahren

Fahrradfahren auf einem bequemen Damenrad kann für Schwangere eine angenehme Form der Bewegung sein. Der Kreislauf kommt in Schwung, Gelenke und Knochen werden geschont und durch das Treten werden die Beine trainiert und Krampfadern und Wassereinlagerungen können vorgebeugt werden. Durch das Aktivieren der Venen lässt das Gefühl der schweren Beine nach, worunter viele Schwangere, gerade bei fortgeschrittener Schwangerschaft, leiden.

Wichtig ist es, den Lenker und Sattel so einzustellen, dass die Haltung aufrecht ist und der Bauch beim Fahren nicht eingeengt wird. Bei hohen Bordsteinkanten oder starken Steigungen sollte man lieber absteigen und das Rad ein Stück schieben. So vermeidet man zu starke Erschütterungen und Überanstrengung.

Weniger geeignet ist Mountainbiking und das Fahren auf unsicherem Gelände, wegen der möglichen Sturzgefahr.

Für alle Sportarten in der Schwangerschaft gilt: Hören Sie immer auf Ihren Körper und überanstrengen Sie sich nicht. Halten Sie Ruhephasen ein und trinken Sie viel. Vor allem Frauen, die vorher kaum Sport gemacht haben, sollten sich hier langsam an das richtige Tempo herantasten. Machen Sie lieber mehrere kurze Trainingseinheiten. Auf Sportarten wie Reiten und Skifahren sollten Sie jedoch besser ganz verzichten, da hier das Risiko von Stürzen besonders hoch ist. Zudem sind gerade ab der zweiten Schwangerschaftshälfte Sprünge oder Bewegungen, die den Bauch einengen, zu vermeiden. Wer sicher gehen möchte, die richtige Sportart für sich in der Schwangerschaft zu finden, sollte sich unbedingt Rat bei dem Frauenarzt/der Frauenärztin oder Hebamme einholen. Gerade bei Schwangeren ist der individuelle Gesundheitszustand sehr verschieden und muss bei sportlichen Aktivitäten berücksichtigt werden.

Für viele Sportarten werden mittlerweile spezielle Kurse für Schwangere angeboten. Hier wird auf die Besonderheiten während der verschiedenen Phasen der Schwangerschaft eingegangen und zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und andere Schwangere kennenzulernen. Der Spaß sollte im Vordergrund stehen. Denn Spaß sorgt für Glückshormone und diese tun nicht nur der werdenden Mutter gut, sondern auch dem ungeborenen Baby.

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