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Wirkstofflexikon

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Vanille

Bei der Vanille handelt es sich um eine kletternde Orchidee, an der die Vanilleschoten heranreifen. Beheimatet ist die Orchidee in Mexiko und wird dort schon seit der Zeit der Azteken als Gewürz verwendet. Die Früchte der Vanille sind geruchlos und entfalten ihren Duft erst bei der Behandlung mit trockener oder feuchter Hitze.

Eigenschaften

Der feine, süße Duft der Vanille steht für Wohlbehagen, Gemütlichkeit und Wärme.

Vitamin B1 / Thiamin

Vitamin B1, auch als Thiamin bezeichnet, gehört zu den 8 wasserlöslichen B-Vitaminen. Den Namen B1 trägt es, weil es als erstes B-Vitamin entdeckt wurde.

Vorkommen

Die reichhaltigste Thiaminquelle ist getrocknete Brauhefe. Viel Vitamin B1 enthalten auch Fleisch , einigen Arten von Fisch (Aal, Thunfisch), Vollkorngetreide und -brot, Nüsse, Hülsenfrüchte, Trockengemüse und Kartoffeln.

Bedarf

Vitamin B1 unterstützt die Energieverwertung. Der Vitaminbedarf hängt also stark vom Energiebedarf ab, der je nach Aktivität sehr unterschiedlich sein kann. Bei Erwachsenen mit einer durchschnittlichen Kalorienzufuhr wird eine mittlere Tagesdosis von 0,9 - 1,1 mg Thiamin für Frauen bzw. 1,1 - 1,2 mg für Männer empfohlen.

Versorgungslage

In Europa werden die amtlichen Empfehlungen für Vitamin B1 im Allgemeinen eingehalten. Bei älteren Menschen erhöhen eine Heimunterbringung und Armut die Wahrscheinlichkeit einer unzureichenden Versorgung mit Thiamin.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin B1 einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr von Vitamin B1 trägt bei zu:

  • einer normalen Funktion des Herzens;
  • einem normal funktionierenden Kohlenhydrat- und Energie-Stoffwechsel;
  • einem normal funktionierenden Nervensystem;
  • einer normalen neurologische Entwicklung und Funktion;
  • normalen psychischen Funktionen.

Vitamin B12

Vitamin B12 ist das größte und komplexeste aller Vitamine. Vitamin B12 enthält die einzigen Moleküle mit Kobalt, die im Körper des Menschen biologisch aktiv sind. Das Kobalt verleiht diesem wasserlöslichen Vitamin seine rote Farbe.

Vorkommen

Vitamin B12 wird ausschließlich durch mikrobielle Synthese im Verdauungstrakt von Tieren gebildet. Daher sind proteinhaltige tierische Produkte, insbesondere Innereien (Leber, Niere) die vorrangige Quelle für Vitamin B12 in der Nahrung des Menschen. Andere gute Quellen sind Fisch, Eier und Milchprodukte.

Bedarf

Bei Erwachsenen schwankt der Bedarf an Vitamin B12 zwischen 1,4 µg/Tag in der EU und 2,4 µg/Tag in den USA. In der Schwangerschaft wurden zusätzlich 0,2 µg/Tag und in der Stillzeit zusätzlich 0,4 µg/Tag als angemessen festgelegt.

Versorgungslage

In vielen Ländern wurde festgestellt, dass Männer und Frauen durchschnittlich 3,0 - 4,5 µg Vitamin B12 pro Tag aufnehmen. Leichter Vitamin-B12-Mangel ist unter älteren Menschen nicht unüblich (10 - 15 % aller über-60-Jährigen) – entweder aufgrund schlechter Ernährung oder wegen des geringeren Anteils an Magensäure, die zur Aufnahme von Vitamin B12 benötigt wird.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin B12 einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr Vitamin B12 trägt bei zu:

  • einer normalen Bildung roter Blutkörperchen;
  • einer normal funktionierenden Zellteilung;
  • einem normal funktionierenden Energie-Stoffwechsel;
  • einem normal funktionierenden Immunsystem;
  • normalen neurologischen und psychischen Funktionen;
  • einem normalen Homocystein- Stoffwechsel (Herzgesundheit);
  • einer Minderung von Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen.

Vitamin B2 / Riboflavin

Vitamin B2, auch Riboflavin genannt, gehört zu den am weitesten verbreiteten wasserlöslichen Vitaminen. Das Wort “flavin“ kommt vom lateinischen “flavus“ und bezeichnet die gelbe Farbe dieses Vitamins. Riboflavin kommt im Körper vorwiegend als Bestandteil der Coenzyme vor.


Vorkommen

Am häufigsten kommt Vitamin B2 in Milch und Milchprodukten, magerem Fleisch, Eiern und grünblättrigem Gemüse vor. Hefe und Leber weisen die höchste Konzentration auf.

Bedarf

Die mittlere Tagesdosis bewegt sich zwischen 1,3 und 1,6 mg Riboflavin für erwachsene Männer bzw. 1,1 und 1,3 mg für Frauen.

Versorgungslage

Die meisten gesunden Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung nehmen ausreichend Vitamin B2 zu sich. Allerdings könnten einige Bevölkerungsgruppen aufgrund schlechter Ernährung anfälliger für Riboflavin-Mangel sein.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin B2 einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr von Vitamin B2 trägt bei zu:

  • der Erhaltung der normalen Funktion des Nervensystems;
  • normalen energieerzeugenden Stoffwechselprozessen;
  • einem normalen Eisen-Stoffwechsel;
  • der Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute;
  • der Erhaltung normaler roter Blutkörperchen;
  • der Erhaltung normaler Sehkraft;
  • einem Schutz der Zellbestandteile vor oxidativen Schäden;
  • einer Minderung von Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen.

Vitamin B6

Vitamin B6 ist ein wasserlösliches Vitamin. Es kommt in drei unterschiedlichen natürlichen Formen vor: Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal. Alle diese Formen kommen in Lebensmitteln vor.

Bedarf

Die empfohlene Tageszufuhr an Vitamin B6 (Pyridoxin) hängt von Alter, Geschlecht, Risikogruppe und angewandten Kriterien ab. Für Erwachsene wurde eine Tageszufuhr von 1,1 - 1,5 mg/Tag (Frauen) bzw. 1,3 - 1,7 mg/Tag (Männer) festgelegt.


Versorgungslage

Ernährungsumfragen in verschiedenen Ländern haben gezeigt, dass bei den meisten Menschen die geschätzte Tageszufuhr an Vitamin B6 ausreicht.

Vorkommen

Viel Vitamin B6 (Pyridoxin) findet sich in Huhn und Rinder-, Schweine- und Kalbsleber. Gute Quellen sind auch Fisch (Lachs, Thunfisch, Sardinen, Heilbutt und Hering), Walnüsse, Erdnüsse, Brot, Mais und Vollkorngetreide. Gemüse und Früchte sind eher arm an Vitamin B6.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin B6 einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr von Vitamin B6 trägt bei zu:

  • einem normalen Protein- und Glykogen-Stoffwechsel;
  • einem normal funktionierenden Nervensystem;
  • der normalen Bildung roter Blutkörperchen;
  • einem normal funktionierenden Immunsystem;
  • einem normalen Homocystein- Stoffwechsel;
  • normalen energieerzeugenden Stoffwechselprozessen;
  • normalen psychischen Funktionen;
  • einer Minderung von Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen.

Vitamin C

Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Im Gegensatz zu den meisten Tieren können Menschen Vitamin C nicht in ihrem Körper herstellen. Sie müssen es über die Nahrung aufnehmen.

Vorkommen

Vitamin C ist in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Besonders reichhaltige Vitamin-C-Quellen sind Zitrusfrüchte, schwarze Johannisbeeren, Paprika, grüne Gemüse wie Broccoli und Rosenkohl und bestimmte Obstarten wie Erdbeeren, Guaven, Mango und Kiwi. Je nach Jahreszeit enthält ein mittleres Glas (d. h. 100 g) Orangensaft zwischen 15 und 35 mg Vitamin C.

Bedarf

Die empfohlene Tageszufuhr von Vitamin C schwankt je nach Alter, Geschlecht, Risikogruppe und anderen in den einzelnen Ländern angewandten Kriterien. In vielen europäischen Ländern wird für Erwachsene eine Tageszufuhr von 100 mg Vitamin C empfohlen .Für Schwangere und stillende Mütter werden höhere Vitamin-C-Dosierungen empfohlen.

Versorgungslage

Ernährungsumfragen in Europa zeigen, dass nur etwa 50 % der Bevölkerung die empfohlene Menge an Vitamin C zu sich nimmt. In den Industrieländern sind ernsthafte Mangelerscheinungen zwar selten, aber es gibt dennoch Hinweise auf einen möglichen leichten Vitamin-C-Mangel bei vielen Personen.

Rauchen senkt den Vitamin-C-Spiegel im Körper; Raucher laufen daher eher Gefahr, einen zu geringen Vitamin-C-Spiegel zu haben.

Zu den Anzeichen eines Vitamin-C-Mangels zählen trockenes Haar und gespaltene Haarspitzen, Zahnfleischentzündungen, raue, trockene oder schuppige Haut, verzögerte Wundheilung, Neigung zu Blutergüssen und zu Nasenbluten sowie eine verminderte Infektionsabwehr. Die schwere Form des Vitamin-C-Mangels ist als Skorbut bekannt.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin C einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr von Vitamin C trägt bei zu:

  • dem Schutz der Zellbestandteile vor oxidativen Schäden;
  • einer normal funktionierenden Kollagenbildung und einer normalen Funktion von Knochen, Zähnen, Knorpeln, Zahnfleisch, Haut und Blutgefäßen;
  • einem normal funktionierenden Nervensystem;
  • einem normal funktionierenden Immunsystem;
  • einem normal funktionierenden Energie-Stoffwechsel;
  • der Erhaltung einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach starker körperlicher Belastung;
  • einer Minderung von Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen
  • einer normalen psychischen Funktion
  • einer Erhöhung der Eisenaufnahme

Vitamin D

Bei Vitamin D handelt es sich um eine Gruppe fettlöslicher Verbindungen, die für die Aufrechterhaltung des Mineralstoffhaushalts unerlässlich sind. Die Form von Vitamin D, die der menschliche Körper produziert, ist als „Cholecalciferol“ (Vitamin D3) bekannt.

Vorkommen

Als Hauptquelle für Vitamin D gilt eine ausreichende Sonneneinstrahlung, weshalb während der Wintermonate ein erhöhtes Risiko für Vitamin-D-Mangel besteht. Jenseits des 40. nördlichen Breitengrads, bei älteren Personen und Menschen mit dunkler Hautfarbe ist das Risiko generell höher, nicht genügend Vitamin D durch Sonnenexposition zu bilden. Auch die Anwendung von Sonnenschutzcremes mit einem Lichtschutzfaktor von über 8 führt dazu, dass Vitamin D nur in sehr geringen Mengen in der Haut synthetisiert werden kann.

Nur sehr wenige Lebensmittel enthalten größere Mengen an natürlichem Vitamin D, allen voran Lebertrane und Salzwasserfische (Sardine, Hering, Lachs, Makrele etc.). In Eiern, Fleisch, Milch und Butter kommt Vitamin D in geringen Mengen vor, während pflanzliche Lebensmittel generell sehr wenig und Früchte und Nüsse überhaupt kein Vitamin D enthalten.

Bedarf

Gemäß den europäischen Gesundheitsbehörden sollten Erwachsene täglich zwischen 400 und 600 IE bzw. 10 und 15 µg Vitamin D zuführen. Um einen normalen Kalziumstoffwechsel aufrechtzuerhalten und die Knochengesundheit zu verbessern, wird älteren Menschen eine höhere Tageszufuhr (400 bis 800 IE bzw. 10 bis 20 µg) empfohlen.

Versorgungslage

Umfragen und Untersuchungen in verschiedenen Ländern zufolge liegt die Vitamin-D-Zufuhr großer Bevölkerungsteile unterhalb der Empfehlungen. Gemäß einer kürzlich in Deutschland durchgeführten Umfrage unterschreiten 91 % der Frauen und 82 % der Männer die Empfehlung bezüglich der Tageszufuhr von Vitamin D.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr und Produktion von Vitamin D trägt bei zu:

  • der Erhaltung normaler Knochen und Zähne;
  • einem normal funktionierenden Immunsystem und einer gesunden Entzündungsreaktion;
  • der Erhaltung einer normalen Muskelfunktion;
  • der normalen Aufnahme und Verarbeitung von Kalzium und Phosphor und der Aufrechterhaltung eines normalen Blutkalziumspiegels;
  • eine gut funktionierende Zellteilung.
  • Außerdem ist Vitamin D in Verbindung mit Kalzium wichtig für die Erhaltung normaler Knochen.

Vitamin E

Als “Vitamin E“ wird eine Gruppe von acht verwandten, fettlöslichen Molekülen bezeichnet. Von all diesen Molekülen weist “Alpha-Tocopherol“ die höchste biologische Aktivität auf. Der Vitamin-E-Gehalt von Nahrungsmitteln wird häufig in “Alpha-Tocopherol-Äquivalenten“ (Alpha-TÄ) ausgedrückt. Dieser Begriff wurde eingeführt, um den Unterschieden bezüglich der biologischen Aktivität der verschiedenen Formen von Vitamin E Rechnung zu tragen (1 mg Alpha-Tocopherol = 1 Alpha-TÄ).

Vorkommen

Pflanzenöle (Oliven-, Sojabohnen-, Palm-, Maiskeim-, Distel- und Sonnenblumenöl) sowie Nüsse, Vollkornprodukte und Weizenkeime zählen zu den Hauptnahrungsquellen. Samen und grüne Blattgemüse weisen ebenfalls viel Vitamin E auf.

Bedarf

Die empfohlenen Zufuhrmengen unterscheiden sich je nach Alter und Geschlecht und sind zudem häufig länderspezifisch. In Europa schwanken die Empfehlungen zwischen 4 – 15 mg Alpha-Tocopherol-Äquivalenten pro Tag für Männer und 3 – 12 mg täglich für Frauen.

Versorgungslage

In mehreren europäischen Ländern liegt die durchschnittliche Zufuhr von Vitamin E mit der Nahrung bei einem Großteil der Bevölkerung unterhalb der empfohlenen Werte.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin E einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufur von Vitamin E trägt bei zu einem Schutz der Zellbestandteile vor oxidativen Schäden.

Vitamin K

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und kommt in der Natur in zwei Formen vor: Vitamin K1 und Vitamin K2.

Vorkommen

Die besten natürlichen Vorkommen von Vitamin K1 sind grünblättriges Gemüse, wie z. B. Spinat, Broccoli, Rosenkohl, Weißkohl und Kopfsalat. Auch einige Pflanzenöle enthalten reichlich Vitamin K. Gute Quellen sind zudem Haferflocken, Kartoffeln, Tomaten, Spargel und Butter. Vitamin K2 kommt vor allem in Milchprodukten wie Käse vor.

Zufuhrempfehlungen

In Deutschland wird eine Zufuhr von 70 Mikrogramm (µg) Vitamin K pro Tag (für Männer) bzw. 60 µg/Tag (für Frauen) empfohlen.

Versorgungslage

In den meisten Ländern erfüllt die geschätzte durchschnittliche Vitamin-K-Zufuhr die empfohlenen Werte.

Eigenschaften

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die Gesetzgeber innerhalb der EU in wissenschaftlichen Belangen berät, hat bestätigt, dass Vitamin K einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Zufuhr von Vitamin K trägt bei zu:

  • der Erhaltung normaler Knochen;
  • einer normalen Blutgerinnung.