Start Aktionen & News Experten Interviews Durch Wärme werden Muskeln entspannt

Experten-Interview mit Henner Rötting, Physiotherapeut

  • Henner Rötting, 36 Jahre, seit 12 Jahren Physiotherapeut
  • Leiter der Physiotherapie einer großen physiotherapeutischen Praxis in Köln
  • Im Physiotherapeuten-Team des Kölner U20 Eishockey-Teams „Die Haie“
  • Deutscher Meister 2015 Beachvolleyball Team Dollinger/Wickler

Man hat den Eindruck, praktisch jeder leidet unter Verspannungen im Nacken oder Rücken sowie unter Gelenkbeschwerden. Wie ist Ihr Eindruck bzw. Ihre Erfahrung aus der Praxis?

Diesen Eindruck kann ich aus meiner täglichen Arbeit nur bestätigen. Auch wir stellen fest, dass immer mehr Menschen unter Verspannungen im Nacken oder Rücken sowie Gelenkbeschwerden leiden.

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen für Verspannungen im Nacken, Rücken und Gelenkbeschwerden sind vielfältig. Oft führt falsche oder zu wenige Bewegung dazu. Viel Sitzen oder Stehen sind meist die Auslöser der Beschwerden. Sehr häufig gibt es jedoch keine organische, sondern psychische Ursachen, wie z.B. Stress, der zu Anspannungen im Muskelbereich führen kann. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „es lastet schwer auf meinen Schultern“.

Wer ist besonders betroffen?

Hauptsächlich trifft es diejenigen, die in ihrem Beruf viel sitzen. Nicht zu Unrecht heißt es „Sitzen ist das neue Rauchen“. Dies kann aber alle Altersschichten sowie natürlich Mann und Frau betreffen. Wer sich regelmäßig bewegt, kann dem entgegenwirken.

Was empfehlen Sie?

Das Beste für den Körper ist Bewegung. Durch Bewegung reguliert der Körper sehr viel selber. Durch Bewegung entsteht Wärme in Eigenproduktion, muskuläre Dysbalancen werden ausgeglichen und für viele ist Bewegung ein sehr gutes Ventil, den Kopf mal „frei zu bekommen“.

Manchmal wird ja auch eine Kältebehandlung empfohlen? Wann sind Kälte-, wann Wärmeanwendungen angebracht?

Kälte hilft vor allem bei Entzündungen, Wärme bei Verspannungen.

Der Aspekt Wärme interessiert uns genauer: Welchen Effekt hat Wärme?

Wärme öffnet die Poren und verbessert die Durchblutung. Durch Wärme werden Muskeln entspannt.

Welche Art der Wärmeanwendung empfehlen Sie?

Warme Bäder bieten eine einfache Möglichkeit, sich einfach selbst was Gutes zu tun. Ein weiterer positiver Aspekt der Badewanne ist, dass man sich bewusst Zeit nehmen muss. Somit wird auch der Stressfaktor in unserem Organismus positiv beeinflusst. Psychische und physische Anspannungen können so nachlassen.

Warum ist ein warmes Bad so wohltuend?

Ein warmes Bad ist vor allem aufgrund der feuchten Wärme angenehm. Diese dringt tiefer in das Gewebe ein und kann somit auch intensiver arbeiten. Zusätzlich helfen Badezusätze, den entspannenden Effekt z. B. bei Verspannungen zu verstärken.

Worauf sollte man beim warmen Bad achten?

Ein Bad sollte nicht länger als 15 Minuten dauern und einer Temperatur von ca. 38 Grad entsprechen.

Welche Badezusätze sind empfehlenswert?

Es gibt Badezusätze, die durchblutungsanregende Inhaltsstoffe enthalten. Diese verstärken den Wärme-Effekt des Wassers. Auch „Heilpflanzen“ oder ätherische Öle sind hilfreich, z.B. Badezusätze mit Naturmoor, Arnika, Rosmarin oder Beinwell. Hier kommt es individuell auf den gewünschten Effekt bzw. die Beschwerden an, die man mit dem Bad verbessern möchte.

Sie haben bei dem tetesept Gelenk- und Muskelbäder-Test mitgemacht: Wie war Ihre Erfahrung bzw. zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?

Nach dem Baden habe ich einen deutlich spürbaren Effekt der Bäder festgestellt. Die ausgelobten Produktaussagen haben zugetroffen. So fühlte ich mich nach all diesen Bädern muskulär entspannt.

Was ist ihr persönlicher Tipp bei Verspannungen?

Es kommt immer darauf an, wo diese Verspannungen herkommen. Das sollte man in erster Linie durch einen Fachmann, also den Arzt oder Physiotherapeuten, klären lassen. Für den Hausgebrauch ist sicherlich das Baden das Mittel der Wahl.

Eine schnelle Übung für den verspannten Nacken im Büro?

Das Dehnen der beanspruchten Muskulatur: Den Kopf dafür zu einer Seite neigen und die entgegengesetzte Schulterseite nach unten drücken. Einen kurzen Moment halten. Ebenso gut: Schulterkreisen und ab und zu ganz bewusst gerade hinsetzen.

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