tetesept und WWF: Gemeinsam für den Schutz des Lebensraums der Tiere in Tansania

Darum tetesept

tetesept und WWF: Gemeinsam für den Schutz des Lebensraums der Tiere in Tansania

tetesept und WWF: Nachhaltige Wassernutzung für den Schutz des Lebensraums der Tiere in Tansania

Wir unterstützen im Rahmen einer mehrjährigen Sponsoring-Partnerschaft seit Anfang 2022 das WWF Süßwasserprojekt am Great Ruaha River in Tansania. Damit möchten wir den Fluss vor dem Austrocknen bewahren und so den Lebensraum der Tiere und Menschen in Tansania schützen.

Quelle: © Richard Barrett / WWF-UK

Schutz des Lebensraums der Tiere durch eine verantwortungsvolle Wassernutzung

Zusammen mit dem WWF Deutschland, dem World Wide Fund For Nature, setzen wir uns in einem mehrjährigen Projekt für eine nachhaltige Wassernutzung in Tansania ein.

Mit unserem Engagement wollen wir den Great Ruaha Fluss vor dem Austrocknen bewahren. Er ist die Lebensgrundlage für etwa eine halbe Million Menschen im südlichen Tansania und essenziell für Pflanzen und Wildtiere vor Ort.

Quelle: © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK

tetesept und der WWF: Gemeinsam für den Schutz einer wichtigen Lebensader in Tansania

Der Great Ruaha Fluss entspringt im Südwesten Tansanias und fließt durch die fruchtbare Usangu-Ebene sowie entlang des Great Ruaha Nationalparks. Sein Wasser ist Lebensgrundlage für etwa eine halbe Million Menschen, viele von ihnen Kleinbauern und Hirten – und essenziell für Pflanzen und Wildtiere wie Elefanten, Giraffen oder Löwen. Zudem deckt der Fluss durch zwei Wasserkraftwerke rund 50 Prozent der Stromversorgung des Landes ab.

Doch der Fluss fällt immer häufiger trocken: Die Bewässerungslandwirtschaft hat sich seit 1980 verachtfacht, dazu kommen illegale Wasserentnahmen, ein unzureichendes behördliches Wassermanagement und die Auswirkungen des Klimawandels.

Quelle: © Brent Stirton / Getty Images / WWF-UK

Wie unterstützt tetesept?

Wir unterstützen im Rahmen einer mehrjährigen Sponsoring-Partnerschaft seit Anfang 2022 das WWF Süßwasserprojekt am Great Ruaha River in Tansania. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort möchten wir Maßnahmen zur Stärkung eines nachhaltigen Wassermanagements entwickeln, um die Quellen des Flusses zu beschützen und mit dem WWF den Fluss vor dem Austrocknen bewahren. Dadurch fördern wir zum einen die nachhaltigere Wassernutzung und zum anderen alternative Einkommensquellen, wie zum Beispiel Aquakulturen oder auch die Imkerei. Unser Beitrag besteht darin, das Projekt finanziell mit aufzubauen und es mit dem WWF Deutschland zu begleiten.

So möchten wir dazu beitragen, den Lebensraum der Tiere in Tansania nachhaltig zu schützen.

Interview mit Theresa Schiller, Projektleiterin bei WWF

Theresa Schiller ist seit 2019 Referentin für Internationale Wasserressourcen. Ihre Aufgaben umfassen u.a. die Initiierung und Koordination internationaler Projekte zum Schutz von Süßwasserökosystemen, -biodiversität und Wasserressourcen beim WWF Deutschland.

Außerdem ist Sie für die Förderung von öffentlichem Bewusstsein und politischem Einsatz für den internationalen Gewässerschutz verantwortlich. Wir haben Sie befragt, warum das Projekt so relevant ist:

Warum ist das Süßwasserprojekt am Great Ruaha Fluss notwendig?

Der Great Ruaha ist essenzielle Lebensgrundlage für Mensch und Natur in der Region. Sein Wasser spendet Leben. Er ist die Wasserader für die Wildtiere im Great Ruaha Nationalpark – darunter Löwen, Elefanten und Giraffen. Menschen nutzen sein Wasser für ihren täglichen Hausgebrauch, für die Bewässerung ihrer landwirtschaftlichen Flächen und zum Tränken ihrer Herden. Der Fluss liefert ihnen auch Fische für den eigenen Bedarf und zum Verkauf.

Doch diese Lebensgrundlage ist bedroht. Der Great Ruaha trocknet immer öfter und immer länger aus – inzwischen bis zu sechs Monate im Jahr! Der Grund dafür ist die Bewässerungslandwirtschaft, die sich in den letzten 40 Jahren verachtfacht hat. Die Wassernutzung ist schlecht bis gar nicht koordiniert und Kontrollen gibt es kaum. Dadurch wird das Wasser des Great Ruaha ineffizient und z.T. auch illegal genutzt. Die Auswirkungen der Klimakrise verschärfen die Probleme noch. Wildtiere verdursten. Menschen leiden unter Wasserknappheit. Konflikte unter den Nutzern nehmen zu.
Um den Great Ruaha als Lebensader für Mensch und Natur dauerhaft zu erhalten, braucht es einen besseren Schutz, ein besseres Management und eine nachhaltige Nutzung seiner Wasserressourcen. Zu diesen Zielen trägt unser Projekt bei.

Wie viele Menschen profitieren von dem Projekt und welche Tiere?

Vom Wasser des Great Ruaha leben an die 480.000 Menschen, betrachtet man das ganze Einzugsgebiet. Das Projekt leistet einen Beitrag dazu, dass das Wasser des Great Ruaha nachhaltiger genutzt wird, sodass der Fluss auch in Zukunft noch fließen wird.

Unmittelbar sind etwa 500 Menschen direkt in das Projekt eingebunden bzw. profitieren von ihm. Dazu zählen allen voran die Anwohner in den Gemeinden, in denen die Projektaktivitäten umgesetzt werden. Weitere wichtige Akteure sind die Verbände, in denen sich die Wassernutzer organisieren und Behördenvertreter.

Da der Great Ruaha auch den Great Ruaha Nationalpark durchfließt, ist er wichtige Wasserquelle für die Tiere des Nationalparks. Dazu zählen Elefanten, Krokodile, Zebras, Nilpferde, Affen, Impalas, diverse Fische und viele mehr.

Was ist das Ziel des Projektes?

Mit dem Projekt verfolgen wir drei Ziele.

Erstens wollen wir die sogenannte „Water Governance“ in der Region stärken. Damit meinen wir eine verbesserte Koordination und Kontrolle der Wassernutzung durch verantwortliche Institutionen zusammen mit den Wassernutzern, sodass das Wassers des Great Ruaha besser geschützt ist.

Zweitens werden wir das Bewusstsein für eine verantwortungsvolle Wassernutzung in der Region stärken und durch konkrete Aktionen in die Umsetzung bringen.

Drittens wollen wir alternative Einkommensmöglichkeiten zur Bewässerungslandwirtschaft entwickeln, sodass weniger Flusswasser zur Einkommenssicherung benötigt wird.

Quelle: links & rechts: © WWF Tansania
Welche konkreten Maßnahmen werden erfasst?

Für eine bessere „Water Governance“ werden wir Wassernutzer und Verantwortliche in nachhaltigem Wassermanagement schulen und mit ihnen ein System zur besseren Kontrolle der Wassernutzung einführen. Einzelne Wasserquellen werden wir durch konkrete Maßnahmen schützen. Und Wassernutzerverbände werden wir unterstützen, illegale Wasserentnahmen besser zu ahnden.

Zur Stärkung einer verantwortungsvolleren Wassernutzung werden wir Wasserrisiken und -chancen in der Region analysieren. Wir werden uns einen Überblick über die verschiedenen Nutzer verschaffen und zusammen mit diesen, konkrete Maßnahmen für eine nachhaltigere Wassernutzung erarbeiten und umsetzen.

Für die Förderung alternativer Einkommensquellen werden wir mit den Anwohnern Workshops veranstalten, um insbesondere die Möglichkeiten für Imkerei und Fischzucht gemeinsam zu erörtern. Für Interessierte werden wir Fortbildungen organisieren, um das entsprechende Handwerk zu erlernen und sie mit der nötigen Grundausstattung versorgen. Außerdem werden wir sie darin unterstützen, ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir die Gemeinden und Anwohner, die entlang des Flusses mit und von ihm Leben, zusammenbringen wollen, um gemeinsame Lösungen für eine nachhaltige Wassernutzung und den Schutz des Flusses zu finden.

Die meisten Anwohner leben von Landwirtschaft und nutzen das Flusswasser für die Bewässerung ihrer Felder. Dabei sind ihnen die negativen Auswirkungen und Zusammenhänge ihres Handelns meist nicht bewusst. Sie wissen nicht, dass sie sich letztendlich selbst das Wasser abgraben.

Mit diesem Projekt wollen wir den Menschen erklären, wie ihr Handeln und die Gesundheit des Flusses mit ihrem eigenen Wohlergehen zusammenhängen. Wir wollen die Menschen abholen, damit sie verstehen, wie wichtig der Schutz des Great Ruaha und eine nachhaltige Wassernutzung für sie selbst und genauso für die Natur sind, sodass sie sich aktiv für einbringen wollen.

Es geht in diesem Projekt darum, gemeinsam Lösungen zu finden, die dauerhaft funktionieren werden zum Wohl von Mensch und Natur.

Wie kann man sich eine nachhaltige Wassernutzung vorstellen?

Nachhaltige Wassernutzung sieht den sorgsamen, nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser vor. Ziel ist der langfristige Schutz von Wasser als Lebensraum bzw. als zentrales Element von Lebensräumen und die Sicherung der Ressource Wasser für die jetzige und nachfolgende Generationen. Dazu wird auf Lösungen gesetzt, die eine dauerhafte naturverträgliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung möglich machen.

Macht es Sinn als alternative Einkommensquellen Aquakulturen zu fördern – wenn Wasser eine knappe Ressource ist?

Es klingt in der Tat erst etwas befremdlich ausgerechnet auf Aquakulturen zu setzen. Doch das muss man sich so vorstellen: Für Aquakulturen werden Fischteiche in relativer Nähe zum Fluss angelegt. Dazu wird Wasser in kleinen Kanälen zu den Teichen geleitet. Das Wasser durchströmt die Teiche und verlässt sie durch einen weiteren Kanal wieder, der das Wasser wieder zurück in den Fluss leitet. Genau das ist der Vorteil von Aquakulturen gegenüber der Bewässerungslandwirtschaft, die das Wasser dem Fluss entnimmt, es jedoch oft nicht wieder dem Fluss zurückführt.

Wie wird der Fortschritt des Projektes nachgehalten?

Die Nachhaltigkeit des Projektes baut auf drei Säulen:

1) Die aktive Einbindung und Befähigung der bestehenden Wassernutzerverbände in die dauerhafte Überwachung der Wassernutzung vor Ort.

2) Die Zusammenarbeit mit den offiziellen Stellen, die für das Wasserressourcenmangement in der Region verantwortlich sind.

3) Die Förderung und Stärkung sogenannter „Flussgebietsforen“, Zusammenschlüsse von Wassernutzungsverbänden und weiteren Betroffenen, die neben dem Erfahrungsaustausch insbesondere dazu dienen die offiziellen Stellen in die Pflicht zu nehmen, um ein nachhaltiges Wassermanagement aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Warum braucht Tansania die externe Unterstützung durch WWF und Merz Consumer Care?

Zunächst ist die Unterstützung in Tansania im eigentlichen Sinn nicht „extern“, da der WWF auch in Tansania vertreten ist und die Projektaktivitäten somit von Tansanier*nnen umgesetzt werden. Letztendlich unterscheidet sich die Rolle des WWF in Tansania nicht grundsätzlich von der in Deutschland: Wir engagieren uns für den Schutz der Natur und eine nachhaltige Entwicklung. Das kann aber nur gelingen, wenn die Politik am selben Strang zieht. Je nach Ausgangslage setzt sich der WWF daher u.a. für ein stärkeres Naturschutzengagement in der Politik ein oder unterstützt Naturschutzprojekte in der Umsetzung.

All das benötigt aber auch Geld und hier ist die Unterstützung wie in unserem Fall von Merz Consumer Care so wertvoll. Die Unterstützung ermöglicht es uns, dieses Projekt am Great Ruaha anzustoßen und dadurch Bewusstsein und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in Tansania weiter voranzubringen.

Ist es nicht einfacher und somit effektiver Gewässerschutzprojekte in Deutschland / Europa zu unterstützen?

Jedes Projekt birgt seine eigenen Herausforderungen, Risiken und Chancen – unabhängig davon, wo es umgesetzt wird. Die Rahmenbedingungen mögen aus deutscher Perspektive für Projekte in Deutschland einfacher erscheinen. Und definitiv unterscheiden sie sich von jenen in Tansania. Doch hier wie dort engagieren wir uns gleichermaßen für die erfolgreiche Umsetzung unserer Gewässerschutzprojekte.
Als Teil des internationalen WWF-Netzwerkes fühlen wir uns beim WWF Deutschland dem Gewässerschutz weltweit verpflichtet. Bedarf gibt es überall.

Quelle: © Greg Armfield / WWF-UK

Was ist der WWF?

Der WWF (World Wide Fund for Nature) wurde 1961 in der Schweiz gegründet und ist einer der bekanntesten und größten Naturschutzorganisationen weltweit und in über 100 Ländern aktiv.

Der WWF verfolgt das Ziel, die Natur und Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beschützen und eine Zukunft zu gestalten, wo die biologische Vielfalt bewahrt wird. Dabei setzt sich der WWF aktiv für die Ausweisung von Schutzgebieten sowie Verringerung von Umweltverschmutzung und des verschwenderischen Konsums auf Kosten der Natur ein.

Weltweit verwirklicht der WWF mehr als 13.000 Schutzprojekte mit über sechs Millionen Förderer – unter anderem unser Projekt für den Schutz des Great Ruaha Rivers in Tansania.

Weitere Informationen zu unserer Kooperation mit dem WWF findet ihr hier.

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